Portrait

Inge Christen_kerakuKeramikerin aus Leidenschaft

Geboren am 04.05.1964 in Thalwil, bin ich im Zürcher Oberland aufgewachsen und wohne mit meinem Ehemann in Wetzikon. Unsere beiden Töchter sind erwachsen und wohnen in der Nähe. Bereits in meiner Kindheit bin ich in der Schule der Materie Ton begegnet, welche mich faszinierte. Seit rund 15 Jahren hat sich die Faszination für die Keramik zur Leidenschaft weiterentwickelt:

Der Ton als Werkstoff – der Rakubrand als wiederkehrendes Abenteuer – das fertige Werkstück als Unikat

Erde, Holz, Feuer, Luft und Wasser – Elemente im Einsatz beim Rakubrand

Dies macht die Faszination und die Leidenschaft aus, welche mich beim Arbeiten mit Ton inspirieren und nicht mehr loslassen.

Es ist immer wieder ein Erlebnis, mit den blossen Händen aus einem Stück Ton und einfachen Hilfsmitteln ein Objekt zu formen, das mit seiner Form und Gestalt, Herz und Seele anspricht. Die Verarbeitung von Ton lässt unendlich viele Möglichkeiten offen, setzt uns aber Grenzen in Bezug auf Stabilität, Elastizität und Zerbrechlichkeit. Dies erlebe ich aktuell immer wieder beim Formen von Tieren und Skulpturen. Anfänglich müssen diese wegen der Weichheit des Tons gestützt werden, mit zunehmender Trocknung nimmt jedoch die Stabilität zu und das Objekt steht in eigener Balance.

Vorwiegend arbeite ich mit Steinzeugton in unterschiedlicher Schamottierung. Die Formgebung des Tons sowie das Experimentieren mit Glasuren und Brenntechniken machen das Keramik Kunsthandwerk vielfältig und anspruchsvoll. Mit unserem selbstgebauten Rakuofen haben mein Mann und ich viele Stunden und Tage damit verbracht, in aufwendiger Feuerung mit Holz unzählige Brände durchzuführen. Mittlerweile werden die Objekte in ebenfalls selbstgebauten Gasöfen gebrannt, damit kann der Brennprozess und das Ausschmelzen der Glasuren besser gesteuert werden. Je nach Grösse des Objekts verwenden wir ein mit spezieller, feuerfester Isolationsmatte ausgekleidetes Ölfass oder Kompostgitter. Bei grossen Objekten ist das Räuchern im Sägemehl von entscheidender Wichtigkeit für Kracklé-Bildung, Glasurentwicklung und sicheres Abkühlen, was viel Zeit und Geduld in Anspruch nimmt.

Im Februar 2018 konnte ich meinen langgehegten Wunsch umsetzen und machte mich selbständig. Seitdem führe ich in meinem Atelier in der Schönau Wetzikon Töpferkurse für Gruppen oder auch Einzelpersonen durch. Ebenfalls biete ich Teamevents für gemeinsames kreatives Arbeiten an.

Aktuell arbeite ich an einer Gruppe asiatischer Elefanten und tropischer Vögel, welche ich am Keramik Panorama in Murten am 1./2. September 2018 zeigen werde http://keramikpanorama.ch/. Als nächstes Projekt ist ein Wolfsrudel geplant. Diese sollen in winterharter Ausführung auch für den Aussenbereich geeignet sein (im Gegensatz zu den Raku-Objekten) und werden deshalb im Elektroofen bei 1240° bis 1280° gebrannt. Für die Oberflächengestaltung möchte ich mit Engoben und matten Glasuren experimentieren.

Ebenfalls für den Aussenbereich geeignet sind die aus Manganton gefertigten Bären, welche unter www.keraku.ch/kunstwerke/keniaton/oder in natura im Atelier in der Schönau zu sehen sind.

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